Eilmeldung

Eilmeldung

Spezial-Kupfer soll Krankenhäuser keimfreier machen

Sie lesen gerade:

Spezial-Kupfer soll Krankenhäuser keimfreier machen

Schriftgrösse Aa Aa

Forscher tüfteln seit einigen Jahren an Produkten, die die anti-bakteriellen Eigenschaften von Kupfer nutzen – dabei geht es vor allem um Krankenhaus-Keime. Ärzte in einem Krankenhaus in Santiago tragen bereits spezielle Schutzkleidung, die chilenische Wissenschaftler entwickelt haben. Dieses mit Kupfer angereicherte Material soll die Ausbreitung von Bakterien, Pilzen und Viren verringern. Den Entwicklern zufolge soll dieses Material Krankenhäuser auf der ganzen Welt sicherer machen und verhindern, dass Ärzte und Patienten sich untereinander anstecken.

Die chilenische Firma Copper Andino hat dieses Material unter dem Namen “InCopper” entwickelt. Dieser spezielle Stoff soll Schutzkleidung wie beispielsweise Hauben oder Kittel aber auch Kissenbezüge ersetzen können, die aus Vlies, also nicht gewebtem Stoff, bestehen. “Nach mehreren Tests haben wir ein Vlies mit Kupferanteilen entwickelt. Es funktioniert wie ein Biozid, das heißt, es tötet Pilze, Bakterien und Viren, die mit dem Stoff in Kontakt kommen”, berichtet “InCopper”-Entwickler Luis Amestica, “das verringert die Infektionswahrscheinlichkeit und die Übertragung zwischen Patient und Arzt.”

Wenn Bakterien mit Kupfer in Kontakt kommen, sende das Kupfer Ionen und die würden die Zellwände der Bakterien durchdringen.“Das verändert den Stoffwechsel in den Bakterien und tötet sie”, so Amestica.

Nach Unternehmensangaben soll InCopper mehr als 90 Prozent aller Pilze, Bakterien und Viren entfernen, die mit dem Material in Kontakt kommen. Es könnte ein wichtiger Schritt sein, um Krankenhaus-Keime zu bekämpfen.