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Zalando an der Börse: "Schrei' vor Glück", aber nur kurz

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Zalando an der Börse: "Schrei' vor Glück", aber nur kurz

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“Schrei’ vor Glück” – dem Slogan des Online-Modehändlers Zalando wurde die Aktie nur kurz gerecht. Der erste Kurs – 24,10 Euro, deutlich über dem Ausgabepreis von 21,50 Euro – war nicht zu halten. Schnell bröckelte die Aktie auf 22,50 Euro ab.

“Es fühlt sich ein bisschen an wie eine Einschulung, jetzt müssen wir nur noch gute Noten schreiben”, sagte Zalando-Chef Robert Gentz, der in Frankfurt zusammen mit Finanzchef Rubin Ritter die traditionelle Glocke zum Börsenstart läutete.

Rubin Ritter:

“Es war ein positiver Start und wenn man sich das Gesamtbild sieht und was das Team in den letzten sechs Jahren geleistet hat, kann man nur zufrieden sein. Wir werden das Geld investieren, um weiterhin bessere Wege zu schaffen für den Kunden, um online Schuhe und Mode einzukaufen. Das heißt wir werden investieren in neue Technologien und bessere Wege, um Kunden zu überzeugen und weiter zu wachsen.”

Zalando existiert seit 2008, hat rund 7.000 Mitarbeiter und ist nach dem US-Vorbild Zappos heute in 15 europäischen Ländern aktiv. Zum Börsenstart ist die Firma etwa soviel wert wie die Lufthansa – 5,8 Milliarden Euro. Zuletzt steigerte Zalando den Umsatz im zweiten Quartal um rund ein Viertel auf 546 Millionen Euro. Das rasante Wachstum erkaufte das Unternehmen bisher mit Verlusten. Im zweiten Quartal 2014 gab es zum ersten Mal schwarze Zahlen: 29 Millionen Euro Gewinn bei 10,4 Millionen Bestellungen.

Otto ist nach Amazon und Ebay der am dritthäufigsten besuchte Online-Shop Deutschlands. Zalando landet (hinter Tchibo) auf Rang 5.

Mit dem Börsengang sammelte Zalando 605 Millionen Euro ein, die Altaktionäre – allen voran der schwedische Investor Investment AB Kinnevik und die Berliner Internet-Investoren Oliver, Marc und Alexander Samwer – geben von ihren Aktien nichts ab.

su mit dpa, Reuters