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Ebola-Patient in den USA hatte auch Kontakt zu fünf Schulkindern

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Ebola-Patient in den USA hatte auch Kontakt zu fünf Schulkindern

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Die erste Ebola-Diagnose in den USA sorgt für Alarmstimmung: Der Patient hatte auch Kontakt zu fünf Schulkindern. Insgesamt sind laut Medienberichten bislang bis zu 18 Menschen identifiziert worden, die mit dem Patienten in Kontakt gekommen sein könnten. Die US-Behörden meinen jedoch, den Ebola-Fall kontrollieren zu können. Sie versuchen zu beruhigen. Der Gouverneur des Bundesstaates Texas, Rick Perry, erklärt: “Ich weiß, dass Eltern aufgrund der Entwicklung sehr besorgt sind. Aber ich versichere Ihnen, dass die Kinder indentifiziert wurden und überwacht werden. Die Krankheit kann nicht übertragen werden, bevor sich Symptome zeigen.”

Während der Patient in Dallas auf der Isolierstation liegt, warten experimentelle Ebola-Impfstoffe auf ihren Einsatz. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) konzentriert sich auf zwei erfolgversprechende Substanzen. Für eine gibt es bereits erste Testreihen, eine andere wird in den kommenden Tagen unter anderem in den USA an gesunden Probanden getestet.
Laut der der stellvertretenden WHO-Generalsekretärin Dr. Marie Paule Kieny handelt es sich dabei um zwei Impfstoffe der Pharmakonzerne GlaxoSmithKline und NewLink. Sie basieren auf zwei unterschiedlichen Viren. Erkenntnisse zu Sicherheit, Wirkung und Dosierung sollen nach dem Plan der WHO bis Jahresende vorliegen. Eine kandische Spende von mindestens 1500 Dosen soll Anfang 2015 testweise in Westafrika eingesetzt werden.

Bislang sind an dem Ebola-Virus nach Angaben der WHO in Guinea, Liberia und Sierra Leone rund 6600 Menschen erkrankt und 3100 gestorben.