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Hongkong: Polizei droht Regierungsgegnern mit ernsten Konsequenzen

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Hongkong: Polizei droht Regierungsgegnern mit ernsten Konsequenzen

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In Hongkong spitzt sich die Lage bei den Demonstrationen für mehr Demokratie zu: Die Polizei drohte mit ernsten Konsequenzen, sollten die Aktivisten ernst machen. Sie hatten am Morgen zu Tausenden mit der Blockade des Sitzes des Regierungschefs Leung Chun-ying begonnen und wollen ihre Proteste noch verschärfen, wenn der von Peking eingesetzte Politiker nicht zurücktritt.

Doch nicht alle unterstützen die Forderungen nach mehr Demokratie. Einigen Demonstranten ist wirtschaftliche Stabilität wichtiger. Die Regierungsgegner seien in der Minderheit, sagt Leticia Lee See-yin: “Die Mehrheit schweigt. Wir wollen die Polizei unterstützen. Wir sehen, dass sie in den letzten Wochen sehr gelitten hat und dass ihr Leid andauert. Wir wollen nicht, dass unsere Wirtschaft durch diese Leute beschädigt wird. Auf gar keinen Fall repräsentieren sie uns.”

Mehrere zehntausend Regierungsgegner halten weiter die Stellung. Den Ärger der Gegendemonstranten nimmt man dort in Kauf: “Wenn man das Leben anderer Menschen durcheinanderbringt, dann muss man davon ausgehen, dass es Gegenstimmen gibt”, sagt die Studentin Olivier Cheung. “Die Proteste stören, wenn man sie nicht unterstützt.”

Die Proteste der sogenannten Regenschirmrevolution richten sich auch gegen eine Wahlreform der Pekinger Zentralregierung. Die will zwar 2017 erstmals eine direkte Wahl in Hongkong erlaubern, die Kandidaten aber weiter selbst bestimmen.