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Rumänien: Ehemalige Minister unter Korruptionsverdacht

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Rumänien: Ehemalige Minister unter Korruptionsverdacht

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Mitten im Wahlkampf für die Präsidentenwahl am 2. November sorgen in Rumänien Korruptionsermittlungen für Schlagzeilen. Neun ehemalige Minister werden verdächtigt, vor zehn Jahren bei Geschäften mit dem US-Unternehmen Microsoft in die eigene Tasche gewirtschaftet zu haben. Acht der Verdächtigen sitzen im rumänischen Parlament, einer ist EU-Abgeordneter. Die Staatsanwaltschaft beantragte die Aufhebung ihrer Immunität.

“Alle Ermittlungen können durchgeführt werden, niemand verweigert die Zusammenarbeit. Alle Betroffenen haben Gelegenheit, sich gegen die Anschuldigungen zu verteidigen. Diese Leute hatten ihr Leben lang eine tadellose Reputation, und es ist ihr Recht, ihre Sichtweise darzulegen”, sagte Ministerpräsident Victor Ponta.

Im Rahmen des Kaufs von Microsoft-Lizenzen für rumänische Schulen sollen die Verdächtigen vereinbarte Preisnachlässe in Höhe von umgerechnet fast 16 Millionen Euro nicht an den Staat abgeführt, sondern unter sich und Zwischenhändlern aufgeteilt haben.