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Von IS-Dschihadisten vergewaltigt - eine junge Jesidin berichtet

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Von IS-Dschihadisten vergewaltigt - eine junge Jesidin berichtet

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Eine junge Jesidin, die aus der Gefangenschaft der IS-Dschihadisten fliehen konnte, erzählt ihre traurige Geschichte. Sie heißt Amsha – oder so ähnlich – sie ist 19, hat einen kleinen Sohn – und sie berichtet, was sie in Mosul erleiden musste – bevor sie dank der Hilfe von Bewohnern der Stadt flüchten konnte.
euronews hatte bereits berichtet..

Im Gespräch mit einer Journalistin sagt Amsha: “Jede jesidische Frau bekam von der IS-Miliz zehn Männer zugeteilt. Wir wurden für etwa 12 Dollar verkauft. Wie kann Gott so etwas akzeptieren? Es ist eine Schande, wenn eine Frau vergewaltigt wird, aber wenn sie von zehn Männer vergewaltigt wird… Was ist das dann? Sie sind Tiere, sie sind keine Menschen. Wegen ihnen habe ich jetzt die ganze Zeit Angst…”

Einige gekidnappte Frauen haben ihre Handys behalten und rufen ihre Familien aus der Gefangenschaft an.
Eine andere junge Jesidin mit wunderschönen grünen Augen wartet verzweifelt auf einen Anruf ihrer Schwester und sie befürchtet das Schlimmste: “Vor drei Tagen habe ich mit meiner Mutter gesprochen. Sie vergräbt ihr Handy, damit es niemand findet. Die Dschihadisten durchsuchen die Frauen und wenn eine ein Handy hat, erschießen sie sie. Ich glaube, sie haben das Handy meiner Schwester gefunden. Sie hat seit schon seit zwölf Tagen nicht angerufen.”

Wie viele Frauen der Religionsgemeinschaft der Jesiden noch gefangen gehalten werden, weiß niemand so genau. Sind es mehrere Hundert – wie die UNO schätzt – oder sind es zwischen 3.000 und 4.000, wie einige jesidische Internetseiten schreiben..
Die Frauen, die fliehen konnten, sind traumatisiert, und sie wissen nicht, was aus ihren Männern geworden ist…