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Air France fliegt Gewinn ein - allerdings beim Konkurrenten Easyjet

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Air France fliegt Gewinn ein - allerdings beim Konkurrenten Easyjet

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Die Billigfluglinie Easyjet erlebte im Endspurt des Geschäftsjahres einen derartigen Zustrom an Passagieren, dass der Jahresgewinn höher ausfällt als gedacht. Nach ersten Schätzungen taxiert Easyjet den Gewinn vor Steuern auf bis zu 738 Millionen Euro, nach zuvor 725 Millionen. Das Geschäftsjahr der Billigairline endet am 30. September.

Das gute Spätsommergeschäft ließ den Umsatz je Sitz wechselkursbereinigt um 2 Prozent steigen. Den Effekt des Streiks der Piloten bei Air France bezifferte Easyjet mit 6,4 Millionen Euro Umsatzplus. Allein im September legte die Passagierzahl um 7,5 Prozent zu, auf 5,7 Millionen.

Die Aktionäre sollen als Dividende 40 Prozent des Gewinns nach Steuern für das gerade beendete Geschäftsjahr erhalten, zuletzt waren es 33 Prozent.

Und die Flugzeugflotte soll wachsen. Easyjet hatte im vergangenen Jahr den Kauf von 100 A320neo-Jets vereinbart. Mit dem Kauf weiterer Maschinen wird die Flotte bis zum Jahr 2019 auf 304 Maschinen wachsen, zur Zeit sind es 226.

Die Piloten der französischen Fluggesellschaft Air France wollen nach zwei Wochen Streik ihren Arbeitskampf beenden. Mit ihrem längsten Ausstand bei Air France hatten die Piloten gegen
eine umstrittene Ausweitung der Billigflug-Tochter Transavia protestiert. Dadurch waren etwa die Hälfte der Air-France-Flüge ausgefallen, was die nach Lufthansa zweitgrößte europäische Fluglinie
10 bis 15 Millionen Euro täglich kostete. Im Lauf des Streiks hatte die Führung von Air France eine Ausweitung von Transavia auf Europa “definitiv” aufgeben. Die Piloten befürchten Lohndumping und fordern unter anderem einheitliche Verträge für ihre Berufsgruppe.

su mit Reuters, dpa