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Christen im Irak: "Die Menschen wollen Taten, nicht nur Worte"

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Christen im Irak: "Die Menschen wollen Taten, nicht nur Worte"

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Schlüsselübergabe in Lyon: Am Donnerstagabend hat der Erzbischof von Lyon, Kardinal Philippe Barbarin, dem Chaldäischen Patriarchen Louis Raphael Sako aus Bagdad die Schlüssel für einen Krankenwagen übergeben. Er soll etwa Kranken im Irak als mobiles Lazarett dienen. Die kirchlichen Vertreter appellieren:

“Für den Frieden ist es manchmal nötig, Gewalt mit geballter Kraft abzuwenden. Der Einsatz von Gewalt widerspricht dem Frieden nicht. Ich erinnere mich noch an einen Satz des damaligen Papstes Johannes Paul dem Zweiten, zu den Unruhen auf dem Balkan dem Massaker in Srebrenica : “Manchmal bringt Pazifismus das Gegenteil von Frieden, er vermehrt sogar Gewalt und Unterdrückung. Der Einsatz von Gewalt hat ein einziges Ziel, nämlich einem Land den Frieden wiederzubringen”.

Der Chaldäische Patriarch Louis Raphael Sako aus Bagdad ist für eine Bodenintervention im Irak.
“Die Menschen vor Ort wollen Veränderung, sie wollen Taten, nicht nur Worte. Gegen diese Milizen kann nur eine militärische Kraft vorgehen. Ich glaube, es braucht also nicht nur Bombardierungen aus der Luft, sondern auch Bodentruppen, mit der Hilfe von der irakischen und der kurdischen Armee.”

Die Zahl der Flüchtlinge steigt jeden Tag. Bundeskanzlerin Angela Merkel betonte am Freitag in Hannover, dass die ganze Welt im Kampf gegen den “barbarischen Vormarsch” der Terrormiliz Islamischer Staat gefordert sei.