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Der Pariser Autosalon und das Prinzip Hoffnung

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Der Pariser Autosalon und das Prinzip Hoffnung

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Ob Fiat, Ford oder VW: Die Massenhersteller auf dem Automarkt haben besonders unter der tiefen Krise in Europa gelitten, Opel und PSA Peugeot Citroën wurden an den Rand des Abgrunds getrieben. Seit 2008 hemmen Weltfinanzkrise, Euro-Schuldenkrise und aktuell der Russland-Ukraine-Konflikt den Tritt auf’s Gaspedal.
Viele neue Modelle, Technologien, Studien suggerieren jetzt ein Ende der Holperstrecke.

‘Allez-y’, ‘packt’s an’, rief Frankreichs Präsident François Hollande zum Pariser Autosalon vor allem seinen heimischen Herstellern zu:

“Das mit der Krise in Frankreichs Autoindustrie, das war vor zwei Jahren. Seither haben sich alle zwei Jahre lang angestrengt, die Industrie, der Staat, um Mittel bereitzustellen, Anreize – und die Ergebnisse sind da. Frankreichs Automobilindustrie hat sich neu aufgestellt und legt wieder los.”

Allerdings: Weil sich die Nachfrage in Europa langsamer erholt als erwartet, tobt ein heißer Preiskampf – vor allem in Deutschland, selbst in der Oberklasse.

Im Vorfeld der Messe schockte der Ford-Konzern mit trüben Gewinn-Aussichten, auch andere Konzerne wie Volkswagen leiden unter dem Wirtschaftskonflikt mit Russland. So will VW in der PKW-Sparte fünf Milliarden Euro pro Jahr sparen.

Selbst der Sportwagenhersteller Porsche – einer der profitabelsten Autobauer der Welt – spürt Gegenwind. “Porsche lebt nicht auf einer Insel”, so Vertriebsvorstand Bernhard Maier.

su mit dpa