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Größtes NATO-Manöver auf dem Boden Polens

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Größtes NATO-Manöver auf dem Boden Polens

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Eine der Folgen des Krieges in der Ukraine ist ein verstärkter Schutz der Ostgrenzen der NATO. Während des bisher größten Manövers auf dem Boden Polens wurde die Bereitschaft der Streitkräfte getestet, einen Angriff hochprofessioneller Kämpfer unbekannter Herkunft abzuwehren. “Es ist nicht Aufgabe der Armee allein, gegen Terroristen zu kämpfen”, so der polnische Kommandeur Marek Tomaszycki. “Das obliegt zunächst dem Grenzschutz und der Polizei. Dann kommen polizeiliche Sondereinheiten zum Einsatz. Zur Zeit entsteht in unseren Ländern der gesetzliche Rahmen für den Kampf gegen die sogenannten kleinen grünen Männer.” Diese Bezeichnung rührt daher, dass auf der Halbinsel Krim vor ihrer Annexion Soldaten gesehen wurden, deren Herkunft unklar war.

“Wir tragen Uniformen mit den dazugehörenden Insignien”, erklärt Hans-Lothar Domröse, General der Bundeswehr. “Unabhängig davon ob es polnische, amerikanische oder deutsche Soldaten sind. Wir verstecken uns nicht, wir bedrohen niemanden, wir schützen.” An dem Manöver, das am Freitag zu Ende ging, nahmen rund 12 500 Soldaten aus insgesamt acht Staaten teil. Die Entscheidung, die Präsenz der NATO in der Region zu verstärken und mehr gemeinsame Manöver durchzuführen, fiel auf dem jüngsten NATO-Gipfeltreffen in Wales. “In Wales versicherte die Allianz ihren Mitgliedern, dass sie eine Aggression Russlands abwehren kann. Der Artikel fünf, die gemeinsame Verteidigung, wird heute viel ernster genommen denn je”, sagt Frederick Hodges, Generalleutnant der US-Armee. “Die Gegenoffensive verlief erfolgreich, der simulierte Angriff wurde abgewehrt, die Gegner gefangen genommen”, so unser Korrespondent Andrej Beketow. “Die Verteidiger sind sich dessen bewusst, dass es sich im Ernstfall um eine asymetrische Kriegsführung handeln würde.”