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"Raumschiff Enterprise" Marke Eigenbau

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"Raumschiff Enterprise" Marke Eigenbau

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Der Weltraum, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2200. Und “Raumschiff Entreprise” ist wieder unterwegs zu neuen Abenteuern in unbekannten Galaxien. In einem Studio im US-Bundesstaat New York lassen unverwüstliche Star-Trek-Fans die Kult-Serie aus den 60er Jahren wieder aufleben, genauso, wie Millionen Fernsehzuschauer sie in Erinnerung haben.
Star Trek New Voyages Phase II heißt das Projekt und hat schon ein Dustzend Folgen auf dem Zähler, die im Internet zum Download bereitstehen. James Cawley gehört zu den Gründervätern der Fernsehserie Marke Eigenbau. “Die Folgen wurden Millionen Mal heruntergeladen. Den größten Erfolg hatte “Blood and Fire part 1 and 2” mit Millionen Downloads. Das ist ziemlich schmeichelhaft. Und beinah beängstigend, wenn man bedenkt, was so viele Menschen bewirken können.”

Sämtliche Kulissen werden in liebevoller Handarbeit originalgetreu nachgebaut, von der Brücke bis zur Krankenstation. Ohne die vielen freiwilligen Helfer aus aller Welt wäre das gar nicht möglich.
Die Trekkies sind auch spendable Geldgeber. Das Projekt wird per Crowdfunding durch die Fan-Gemeinde finanziert.

Andrew “Sarge” Grieb, Produktionsleiter: “Wir lernen hier das Filmemachen nebenher. Jeder kann ohne irgendwelches Vorwissen mitmachen und findet am Ende des Drehs vielleicht seinen Platz in der Produktion.”

Das Projekt setzt dort an, wo die Originalserie 1969 nach drei Staffeln endete, mit Captain Kirk, Sulu, Chekoff und Co. Ganz nach dem Motto “Zurück in die Vergangenheit” wird die Science-Fiction-Vision einer vergangenen Epoche wieder belebt. Mit den technischen Mitteln, die damals zur Verfügung standen.

Jeff Barklage, Kameramann: “Wir sind total detailversessen. Wir wollen genau so sein, wie das Original. Die Schatten, die Farben, die Kameraseinstellungen, die Weichzeichner. Das ist wie eine Zeitreise. Wir kehren zurück in die 60er und drehen, als ob wir in dieser Zeit leben würden.”

Auch das Gros der Darsteller ist freiwillig an Bord der Enterprise. Wegen zeitlicher Engpässe mussten einige Rollen mehrmals neu besetzt werden. Es gab bereits drei Lt. Uhuras, vier Chekovs, drei Sulus und ebenfalls drei Mr. Spocks. Brandon Stacy verkörpert derzeit den schlauen Vulkanier mit Spitzohren, den Leonard Nimoy zur Kult-Figur machte.Eine nahezu metaphysische Erfahrung für den Star-Trek-Fan.

Brandon Stacy: “Ich habe das Gefühl, zwischen mehreren Persönlichkeiten zu schwanken. Eine Hand ist im heißen Wasser, die andere im kalten, um die Spannung auszugleichen. Ich glaube Spock, fühlt sich genau so.”

Das Studio befindet sich in der Kleinstadt Ticonderoga, deren Bevölkerung alle paar Monate sprunghaft anschnellt, wenn ein neuer Dreh ansteht. Gut ein Jahr brauchen die Trekkies für ein neues Abenteuer, von der ersten Skizze bis zur sendefertigen Folge. Die nächste soll noch in diesem Jahr ins Internet gestellt werden.

Die Abenteuer des Raumschiffs Enterprise, viele Lichtjahre von der Erde entfernt, sind noch lange nicht zu Ende.

Für die Fans: "Raumschiff Enterprise", Pannen beim Dreh!