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Vier Kandidaten und ein Turner-Preis

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Vier Kandidaten und ein Turner-Preis

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Die Kanadierin Ciara Phillips gehört mit ihren Textildrucken zu den diesjährigen Anwärtern auf den britischen Turner-Preis. Eine der wichtigsten Auszeichnungen für zeitgenössische Kunst in Europa, die eigentlich jedes Mal für Zündstoff sorgt, wegen der gewagten, manchmal schockierenden Werke. Auch die vier Finalisten der diesjährigen Jubiläumsausgabe machen da keine Ausnahme.
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Estelle Lovatt, Kunstkritikerin: “Es sind undurchsichtige Künstler, die nicht dem entsprechen, das wir kennen. Und wirklich sehr spannend sind die Materialien, die sie verwenden. Einer der vier Künstler ist insofern etwas traditioneller, dass es Bilder an der Wand gibt, wie wir das von einer Ausstellung erwarten. Bei den anderen gibt es zwar auch Bilder, aber sie bewegen sich. Es gibt in diesem Jahr deutlich mehr Video.”

Der in Glasgow lebende Ire Duncan Campbell vermischt in seinen Videoarbeiten dokumentarische und fiktive Bilder, Fotografien, Interviewausschnitte und Animationen. Der 30-Jährige ist in diesem Jahr der jüngste Anwärter.

James Richards lebt in Berlin und sorgt mit experimentellen Videoarbeiten für Furore. Mit seinem Werk “Rosebud” war Richards bereits auf der Biennale in Venedig und gilt vielen als Favorit auf den diesjährigen Turner-Preis.

Ebenfalls in der Endrunde ist der Brite Tris Vonna-Michell mit autobiografisch motivierten Installationen.

Der Turner-Preis wird seit 1984 an Künstler unter 50 Jahren vergeben.
Zu den Preisträgern der vergangenen Jahre gehörten Damien Hirst und Anish Kapoor.