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Gedenken an Flüchtlingstragödie von Lampedusa

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Gedenken an Flüchtlingstragödie von Lampedusa

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Vor der Küste Lampedusas ist der Opfer der Bootsflüchtlingstragödie vor einem Jahr gedacht worden. Am 3. Oktober 2013 waren beim Untergang eines Seelenverkäufers 368 afrikanische Flüchtlinge ums Leben gekommen. Der Präsident des Europaparlaments, Martin Schulz, wurde bei seiner Rede ausgebuht: “Ihr seid schuldig, ihr seid die Mörder”, riefen Demonstranten.

Die Tragödie führte zu einem Umdenken in der europäischen und italienischen Reaktion auf die Bootsflüchtlinge. Mit der Operation “Mare Nostrum” wird das betroffene Seegebiet seither stärker überwacht. Flüchtlinge werden von der Marine aus überladenen Schiffen in Sicherheit und dann an Land gebracht.

So rettete die italienische Marine in den vergangenen Tagen mehr als 2.000 Bootflüchtlinge. Nach Angaben von Flüchtlingshilfsorganisationen kamen in diesem Jahr im Mittelmeer bereits über 3.000 Flüchtlinge und Migranten ums Leben.