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Rubel rauscht an Psychomarke vorbei

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Der russische Rubel ist auf ein neues Rekordtief gefallen. Zum erstenmal mussten für einen Dollar zeitweise 40,05 Rubel gezahlt werden – eine psychologisch wichtige Marke. Manche Analysten fürchten nun einen Erdrutsch: Verunsicherte Haushalte könnten in Scharen ihr Erspartes in ausländische Devisen umwandeln und damit das russische Bankensystem schwächen.

Auch im Vergleich zur europäischen Gemeinschaftswährung gab der Rubel nach: Ein Euro kostete zeitweise 50,11 Rubel. Die Gründe für die anhaltende Talfahrt der Währung: Die Sanktionen des Westens gegen Russland, die schwache Konjunktur und der derzeit fallende Ölpreis.

Kremlchef Wladimir Putin hat Schäden in der russischen Wirtschaft durch westliche Sanktionen in der Ukraine-Krise eingeräumt. Mehrere Branchen und Unternehmen seien durch “ungerechtfertigte Strafmaßnahmen” der EU und USA stark unter Druck geraten, sagte er bei einem Wirtschaftsforum in Moskau. Der Staat werde hier aber Unterstützung leisten.

Putin warf einigen russischen Firmen vor, den Importstopp für westliche Lebensmittel für Preiserhöhungen zu missbrauchen. “Das treibt die Inflationsrate auf etwa acht Prozent, nach 6,5 Prozent im Vorjahr.”

Er bekräftigte, dass Moskau trotz des Kursverfalls beim Rubel keine Beschränkungen für Kapitalbewegungen plane. Allerdings wolle sein Land die Abhängigkeit vom Dollar vermindern.

su mit dpa, Reuters