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Schwindsüchtige Auftragsbücher in der deutschen Industrie

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Schwindsüchtige Auftragsbücher in der deutschen Industrie

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Der deutschen Industrie sind die Aufträge im August so stark weggebrochen wie seit fünfeinhalb Jahren nicht mehr.

Vor allem aus dem Ausland kamen im August 5,7 Prozent weniger Bestellungen als im Juli. Der Einbruch fiel mehr als doppelt so stark aus wie von Ökonomen erwartet. Bei den Bestellungen aus dem Ausland meldete das Statistische Bundesamt für August 8,4 Prozent Rückgang, während der
Ordereingang aus dem Inland nur um 2,0 Prozent zum Vormonat schrumpfte.

Globale Flaute, Krisen im Nahen Osten und der Ukraine – viele Wirtschaftsforscher haben ihre Prognosen schon zurückgeschraubt.

Börsenexperte  Robert Halver, Baader Bank, Frankfurt:

“Wir haben nach wie vor eine sehr schwere konjunkturelle Verfassung in Deutschland, was die Industrieaufträge angeht. Das ist im Augeblick nicht sehr prickelnd. Wir haben generell in der Eurozone im Brot-und-Butter-Geschäft für Deutschland eine massive Behinderung, weil die Konjunkturen in der Eurozone nicht laufen.”

Auch der Internationale Währungsfonds (IWF) korrigiert seine Wachstumsvorhersorge für Deutschland vom Sommer nach Medienberichten (“Der Spiegel” ) nach unten. Die Organisation rechne für 2014 und 2015 jeweils mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um rund eineinhalb Prozent.

Im Juli hatten die Experten für 2014 noch ein Plus
von 1,9 Prozent, für 2015 von 1,7 Prozent vorhergesagt. Der IWF fordere die Bundesregierung auf, mehr für private und staatliche
Investitionen zu tun.

su mit dpa