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UNICEF bittet um Spenden für Westafrika

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UNICEF bittet um Spenden für Westafrika

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Das Kinderhilfswerk UNICEF hat vor einer dramatischen Verschlechterung der Gesundheitsfürsorge im von der Ebola-Epidemie betroffenen Westafrika gewarnt. Weil Impfstoffe und Medikamente fehlen, sind rund 2,5 Millionen Kinder in Guinea, Sierra Leone und Liberia vom Tode bedroht. UNICEF-Vertreterin Sarah Crowe, die von einer Reise nach Liberia zurückkehrte, sagte euronews, die medizinische Vorsorge müsse in Westafrika sichergestellt werden: “Das medizinische Personal sollte entsprechend entlohnt werden, Gesundheitsbetreuer sollten ermutigt und medizinische Zentren besser versorgt werden. Andernfalls drohen immer mehr Kinder an heilbaren Krankheiten zu sterben, wie es die Röteln sind.”

Trotz der wiederholten Appelle hat das Kinderhilfswerk nur rund 25 Prozent der etwa 200 Millionen Dollar erhalten, die für eine schnelle Hilfe notwendig sind. Die Organisation UNICEF kritisierte den Mangel an Solidarität. Hilfskräfte mieden die von der Ebola-Epidemie betroffenen Staaten, so Sarah Crowe: “Viele Hilfsorganisationen haben ihr Personal abgezogen. Einige sind inzwischen zurückgekehrt, weil sie erkannt haben, dass sich die Epidemie außerhalb Westafrikas ausbreiten könnte, wenn sie nicht bekämpft wird. Sie wird zu einem globalen Problem, das eine globale Lösung notwendig macht.” Bis Anfang Oktober wurden in Guinea, Liberia und Sierra Leone mehr als 3400 Ebola-Tote registriert, mehr als 2000 allein in Liberia.