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Angst vor Ebola auch in Europa

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Angst vor Ebola auch in Europa

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Auch in Europa greift die Angst vor Ebola um sich. Im französischen Boulogne-Billancourt fürchten Eltern um die Gesundheit ihrer Kinder. Drei Schüler sind nämlich vor kurzem aus Guinea zurückgekehrt. Ob sie sich angesteckt haben, weiss man aber nicht. Doch viele Eltern machen sich Sorgen. Eine Mutter sagt: “Man hätte sie unter Quarantäne stellen müssen. Die Inkubationszeit beträgt drei Wochen. Sollen wir jetzt drei Wochen lang in Angst schweben? Unsere Kinder aus der Schule nehmen?” Ein Vertreter des Elternbeirats meint: “Es gibt keinen Grund dafür, diese Kinder wegen nicht existierender Gefahren zu stigmatisieren.”

In den USA wird derweil geprüft, wie Kontrollen im Flugverkehr verschärft werden könnten, um Ebola-Infizierte eher erkennen und einen Ausbruch in Amerika verhindern zu können. Das kündigte US-Präsident Barack Obama am Montag in Washington an. Professor John Sydney Oxford von der Queen Mary Universität in London erklärt: “Die von Präsident Obama vorgeschlagenen Kontrollen an den Flughäfen haben schon in der Vergangenheit nicht funktioniert, nicht bei der Grippe, nicht bei SARS oder bei MERS. So etwas schafft nur Aufregung und Verwirrung. Dem Virus muss der Krieg erklärt werden und die Krankheit muss in der Region bekämpft werden, aus der sie kommt, und das ist Westafrika.” Von dort ist unterdessen eine an Ebola erkrankte norwegische Mitarbeiterin der Organisation Ärzte ohne Grenzen zur Behandlung in Oslo angekommen. Sie hatte sich bei einem Ebola-Hilfseinsatz in Sierra Leone mit dem Virus angesteckt.