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Designierter Finanzmarkt-Kommissar Hill bleibt umstritten

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Designierter Finanzmarkt-Kommissar Hill bleibt umstritten

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Dem designierten Finanzmarkt-Kommissar Jonathan Hill ist es auch bei seiner zweiten Anhörung im Europaparlament nicht gelungen, sämtliche Zweifel an seiner Eignung für das Amt auszuräumen. Der umstrittene Brite stand bereits in der vergangenen Woche den Abgeordneten Rede und Antwort. Bei einer Pressekonferenz nach seiner Anhörung betonte Hill, in seinem Fall liege kein Interessenskonflikt vor, auch besitze er keine Kapitalbeteiligungen. “Ich will die Interessen der gesamten Europäischen Union und nicht die eines einzelnen Mitgliedsstaates vertreten, auch nicht die finanziellen Interessen einzelner Mitgliedsstaaten”, fügte er hinzu. Der deutsche Abgeordnete der Grünen, Sven Giegold, monierte, Hill sei nicht bereit, die versprochene Transparenz umzusetzen. Er habe die Namen der Finanzunternehmen nicht genannt, für die er tätig gewesen sei. Er sehe wie jemand aus, der etwas zu verbergen habe.
Der britische Konservative Fox hingegen zeigte sich zufrieden: “Der Auftritt war gut. Nicht der Auftritt war der Grund dafür, dass er ein zweites Mal befragt worden ist. Das hängt damit zusammen, dass er ein britischer Konservativer ist. Für die zweite Anhörung gab es somit politische Gründe.” Umstritten sind auch die designierte Vizepräsidentin für Energieunion Alenka Bratusek aus Slowenien und der designierte Kommissar für Kultur und Bürgerschaft Tibor Navracsics aus Ungarn.