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Ebola: Zustand der infizierten spanischen Pflegehelferin offenbar stabil

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Ebola: Zustand der infizierten spanischen Pflegehelferin offenbar stabil

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Nach der ersten Ebola-Ansteckung in Europa – in Spanien – will das Land die weitere Ausbreitung des lebensgefährlichen Virus unbedingt verhindern. Die Behörden erstellten Listen aller Personen, mit denen die Erkrankte zuletzt Kontakt hatte.

Die infizierte Pflegehelferin wurde in der Nacht zum Dienstag in die Quarantäne-Station einer Fachklinik in Madrid verlegt.
Der Ehemann der Pflegehelferin kam auch sicherheitshalber in Quarantäne. 52 weitere Personen wurden unter Beobachtung gestellt. Am Telefon sagte ihr Ehemann euronews: “Ich weiß nicht, wie sie sich anstecken konnte. Sie hat ihre Arbeit gemacht. Sie hielt sich an alle Vorschriften. Sie hatte auch keine Angst davor gehabt, sich anzustecken.”

In der Klinik waren zwei aus Westafrika eingeflogene spanische Priester behandelt worden, die dem Virus inzwischen erlagen. Das spanische Gesundheitssystem steht in der Kritik. Krankenschwestern und Pfleger kritisierten, die Ebola-Schulungen in Spanien seien nicht ausreichend, die Regeln zu lasch. “Hier hat das Sicherheitsprotokoll versagt, sonst gäbe es keine Ansteckung”, sagte Máximo González der Präsident des spanischen Krankenpflegerverbandes. Der Zustand der Infizierten ist stabil. Sie wird mit Blut behandelt, das die Antikörper einer Nonne enthält, die sich die Ebola-Infektion in Afrika zugezogen hatte, sie aber überwunden hat.