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Kampf um letzte Kurdenbastion: IS-Milizen dringen in syrische Grenzstadt Kobani ein

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Kampf um letzte Kurdenbastion: IS-Milizen dringen in syrische Grenzstadt Kobani ein

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In Syrien ist die Lage in der letzten Bastion der kurdischen Truppen im Kampf gegen die Milizen des “Islamischen Staat” (IS) weiter unübersichtlich. Die Dschihadisten hissten ihre Flaggen auf Gebäuden in der Umgebung von Kobani. Beobachtern zufolge gelang es ihnen, in den Osten der Stadt einzudringen. Das Zentrum werde jedoch nach wie vor von den Kurden gehalten. Zuletzt gab es Berichte über massive Straßen- und Häuserkämpfe. Die IS-Milizen hätten die Stadt von drei Seiten eingekesselt. Zivilisten seien in Richtung türkische Grenze gebracht worden.

Sollte das NATO-Land Türkei bedroht sein, gebe es die Möglichkeit, Truppen zu entsenden, so der Generalsekretär des Militärbündnisses, Jens Stoltenberg, bei einem Besuch in Polen. “Wir haben bereits Patriot-Raketen in der Türkei aufgestellt”, so Stoltenberg. “Wir wollen die Luftverteidigung der Türkei damit verbessern. Das werden wir fortsetzen.”

Die türkische Armee griff auch am Montag nicht in die Kämpfe ein. Panzer und Soldaten bleiben weiterhin an der Grenze stationiert. Obwohl das Parlament einen Einsatz von Soldaten in Syrien und im Irak erlaubt hatte, nahm Ankara von der Entsendung von Bodentruppen bisher Abstand.