Eilmeldung

Eilmeldung

Solidarität unter Bankern gesucht. Ernstgem. Ang. an BNP Paribas

Sie lesen gerade:

Solidarität unter Bankern gesucht. Ernstgem. Ang. an BNP Paribas

Schriftgrösse Aa Aa

Die französische Großbank BNP Paribas sucht nach Angaben aus der Branche Hilfe bei anderen Geldhäusern, um nach dem Verbot von Dollar-Abwicklungsgeschäften durch die US-Behörden nicht dauerhaft das lukrative Finanzgeschäft im Energiesektor zu verlieren.

Die Franzosen hätten mindestens drei Banken kontaktiert – JP Morgan Chase, Bank of America Merrill Lynch und Citi, erfuhr die Nachrichtenagentur Reuters von Insidern. Nach Angaben mehrerer Gewährsleute lehnte JPMorgan das Ersuchen ab. Die Anfrage von BNP an andere Banken ist rechtlich zulässig.

BNP hatte sich im Frühjahr schuldig bekannt, etwa zehn Jahre lang gegen US-Sanktionen gegen den Sudan, Kuba und den Iran verstoßen zu haben. Es folgten rund sechs Milliarden Euro Strafe und ein Jahr Dollar-Auszeit – bei Zuwiderhandlung drohen weitere gut 7 Milliarden Euro Strafe.

Die Rekordstrafe hatte die größte französische Bank in die roten Zahlen gedrückt. Im zweiten Quartal machte die Bank 4,3 Milliarden Euro Verlust.

BNP Paribas war jahrzehntelang der führende Anbieter von Energiehandelsfinanzierung; Handelshäuser wie Glencore, Trafigura und Mercuria haben sich lange mit bis zur Hälfte ihrer Kreditlinien auf die Bank verlassen.

Das Energiehandelsgeschäft macht zur Zeit rund ein Prozent der BNP-Einnahmen aus. Hunderte von Jobs hängen daran.

su mit dpa, Reuters