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Spanien meldet erste Ebola-Ansteckung außerhalb Westafrikas

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Spanien meldet erste Ebola-Ansteckung außerhalb Westafrikas

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Eine spanische Krankenschwester hat sich in ihrem Krankenhaus mit Ebola angesteckt.

Es ist der erste bekannte Fall, in dem sich jemand außerhalb des Ebolakrisengebiets in Westafrika mit der Seuche infiziert hat.

Die Frau hatte einen der beiden bisherigen spanischen Ebolapatienten behandelt; wie sie sich angesteckt hat, ist unbekannt.

Das Zimmer des Patienten hatte sie nach bisherigen Erkenntnissen nur zweimal betreten.

Rund dreißig Menschen, die mit ihr Kontakt hatten, werden nun überwacht. Ihr Mann wurde unter Quarantäne gestellt; Kinder hat das Paar nicht.

In Sierra Leone hat sich außerdem eine Norwegerin angesteckt, die für "Ärzte ohne Grenzen" arbeitete.

Auch hier ist unklar, wie sie sich infizierte; die Organisation schildert sie als erfahrene Kraft.

Die Frau wird inzwischen zurück nach Norwegen geflogen und dort im Osloer Ullevål-Krankenhaus behandelt, einem Teil des Universitätsklinikums.

In Westafrika selbst, vor allem in den Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone, sind mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben, fast die Hälfte aller Erkrankten.

Diese Zahlen der Weltgesundheitsorganisation stammen vom Freitag und können sich inzwischen beträchtlich verändert haben; neue Zahlen werden für heute erwartet.