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Beckenbauer für Veröffentlichung von FIFA-Korruptionsbericht

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Beckenbauer für Veröffentlichung von FIFA-Korruptionsbericht

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FIFA-Chef Joseph Blatter bleibt dabei: Er will, dass der sogenannte Garcia-Report nicht an die Öffentlichkeit gelangt. In dem Bericht geht es um die Korruptionsvorwürfe im Zusammenhang mit den WMs in Russland und Katar. Gegenwind erhält Blatter nun von keinem Geringeren als Franz Beckenbauer. Der saß seinerzeit in der FIFA-Exekutive und stimmte über die Vergabe der WMs 2018 und 2022 ab. Nun sagte er in London, der Bericht solle veröffentlicht werden.

“Ich sage meine Meinung als Zuschauer oder als Interessierter: Wenn man nichts zu verbergen hat, dann kann man den Bericht ja offenlegen. Wenn man bei der FIFA der Meinung ist, man macht das publik, dann sollte man es machen. Ich finde da keine Sache, wo man sich zusätzlich aufregt.”

Er selbst habe nichts zu verbergen, so der Kaiser auf der Sicherheitskonferenz. Dabei hatte er selber im Zuge der Ermittlungen Ärger mit Chefermittler Michael Garcia. Beckenbauer hatte bestimmte Fragen nicht beantworten wollen. Nun sagte er, er sei bei der Abstimmung im Jahr 2011 nicht beeinflusst oder bestochen worden. Seine Abstimmung hält er geheim, nur soviel: Die Wahl Katars habe ihn überrascht.

Garcia hat in einem 350-seitigen Bericht die Korruptionsvorwürfe untersucht und an die rechtsprechende Kammer der Ethikkommission des Fußball-Weltverbandes (FIFA) weitergeleitet. Dort muss nun der Münchner Richter Hans-Joachim Eckert über mögliche Strafen entscheiden. Blatter hatte nach einer Sitzung der FIFA-Exekutive erklärt, dass der Bericht nicht veröffentlicht werde.