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Ebola: Ausbreitung nach Europa unwahrscheinlich

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Ebola: Ausbreitung nach Europa unwahrscheinlich

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Eine mit dem Ebola-Virus infizierte Mitarbeiterin der Hilfsorganisation “Ärzte ohne Grenzen” ist zur Behandlung in ihrer Heimat Norwegen eingetroffen. Die Frau hatte sich im westafrikanischen Sierra Leone infiziert.

Das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) in Schweden ist eine EU-Agentur und prüft zur Zeit seine Sicherheitsempfehlungen für Kliniken in Europa nach dem Ebola-Fall in Spanien.

Konkrete Gefahren für Europa befürchtet EU-Gesundheitskommissar Frédéric Vincent, Sprecher der EU-Kommission, bislang nicht:

“Die Ebola-Krise ist eine furchtbare Krise, die sich in afrikanischen Ländern ausbreitet. Die Europäische Union befasst sich mit dem Thema. Eine Ausbreitung nach Europa ist höchst unwahrscheinlich. Wir haben ein verlässliches und effizientes Gesundheitssystem. Wenn sich ein Problem ergibt, können Patienten behandelt und gegebenenfalls isoliert werden.”

In Guinea, Liberia und Sierra Leone sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO bereits mehr als 3400 Menschen an Ebola gestorben und damit fast die Hälfte der registrierten Infizierten.

In Deutschland wird zur Zeit ein erkrankter Arzt aus Uganda auf der Seuchenstation einer Frankfurter Klinik behandelt.

Zudem bereitet sich eine Klinik in Leipzig auf die Behandlung eines infizierten UN-Mitarbeiters aus Liberia vor.

Die deutsche Bundeswehr will Mitte November ihre Hilfsmission für die afrikanische Ebola-Region starten. Bis dahin werde die zugesagte Rettungskette für infizierte Soldaten und Helfer
vollständig stehen, erklärte das Verteidigungsministerium.