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Schlacht um Kobani entzündet Straßenschlachten in Türkei und Deutschland

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Schlacht um Kobani entzündet Straßenschlachten in Türkei und Deutschland

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In der Türkei sind bei gewaltsamen Protesten gegen den Vormarsch der IS-Milizen mindestens zwölf Menschen getötet worden. In mehreren Städten in den mehrheitlich kurdischen Provinzen im Südosten der Türkei forderten aufgebrachte Demonstranten ein entschiedenes militärisches Vorgehen der Türkei gegen die Dschihadisten. Über fünf Provinzen wurde eine Ausgangssperre verhängt. Die Polizei ging mit Wasserwerfern und Tränengas gegen Demonstranten vor, die Barrikaden errichtet hatten. PKK-Sympathisanten lieferten sich Straßenschlachten mit IS-Anhängern. In Istanbul wurden 98 Demonstranten vorübergehend festgenommen. In der vergangenen Nacht sind bei Ausschreitungen mehr Menschen ums Leben gekommen, als während der mehrere Wochen anhaltenden Demonstrationen gegen die Regierung Erdogan im vergangenen Jahr.

In Hamburg kam es im Anschluss an eine Demonstration von Kurden zu Ausschreitungen zwischen Kurden und Salafisten. 14 Personen wurden verletzt. Zeitweise standen sich im Stadtteil St. Georg jeweils rund 400 Kurden und Islamisten gegenüber. Beide Gruppen waren zum Teil mit Schlagstöcken und Messern bewaffnet. Um die Gruppen zu trennen setzte die Polizei mehrfach Wasserwerfer ein. Erst am frühen Morgen beruhigte sich die Lage.

In Celle versuchten Jesiden und muslimische Tschetschenen aufeinander loszugehen. Beide Gruppen waren mit Knüppeln und Flaschen bewaffnet. Ein Großaufgebot der Polizei unterband in der Nacht Zusammenstöße mit Schlagstöcken und Pfefferspray.