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EU-Bankdaten-Austausch soll Steuerflucht das Wasser abgraben

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EU-Bankdaten-Austausch soll Steuerflucht das Wasser abgraben

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Die europäischen Finanzminister sind laut Insidern kurz davor, sich auf den automatischen Austausch von Bankdaten ab 2017 zu einigen – möglich, dass Luxemburg und Österreich ein weiteres Jahr Spielraum bekommen, so ein europäischer Diplomat.

Geplant ist zum Beispiel, die Steuerbehörde im Herkunftsland automatisch zu informieren, wenn ein EU-Bürger ein Bankkonto in einem anderen EU-Staat eröffnet.

Eine derartige Vereinbarung gilt als entscheidender Schritt gegen die Steuerflucht in der Europäischen Union.

Aktuell verpflichtet die Europäische Zinssteuerrichtlinie die Mitgliedstaaten zur gegenseitigen Unterstützung bei der Erhebung der nationalen Einkommensteuer auf Zinseinkünfte.

Ziel der Richtlinie ist eine ausnahmslose und gleichmäßige Besteuerung der Zinseinnahmen aller EU-Bürger mit EU-Wohnsitz, unabhängig davon, wo die Einnahmen erwirtschaftet werden. Zu dem Zweck soll der Kapitalanlagestaat den Wohnsitzstaat über die Höhe der Zinseinnahmen informieren.

Luxemburg und Österreich geben allerdings grundsätzlich keine Informationen an den Wohnsitzstaat. Sie behalten eine Quellensteuer ein und führen sie zu 75 % an den Wohnsitzstaat ab.

Die EU-Finanzminister treffen sich am 14. Oktober in Luxemburg.

su mit Reuters