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EU-Beschäftigungsgipfel: Deutschland und Frankreich bleiben uneinig

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EU-Beschäftigungsgipfel: Deutschland und Frankreich bleiben uneinig

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Deutschland und Frankreich sind im Kampf gegen die Arbeitslosigkeit in den EU-Krisenstaaten weiter uneinig.

Während die deutsche Kanzlerin Angela Merkel neue Finanzspritzen ablehnte, forderte Frankreichs Präsident François Hollande beim EU-Beschäftigungsgipfel in Mailand eine Ausweitung der Mittel für mehr Jugendbeschäftigung auf 20 Milliarden Euro:

“Wir müssen das Programm gegen die Jugendarbeitslosigkeit als Programm für Wachstum in Europa betrachten. Darum geht es für Europa. Wenn Europa der nächsten Generation keine Hoffnung vermitteln kann, werden die Leute sich von Europa abwenden. Wir sehen die Risiken und die Gefahren. Europa muss für junge Leute wieder zu einer Möglichkeit werden.”

Deutsch-französische Einigkeit herrschte darüber, dass die vorhandenen Mittel die Betroffenen schneller und effektiver erreichen müssten.

Neuen Milliardenprogrammen steht Merkel ablehnend gegenüber. Sie unterstütze aber den Vorschlag einer neuen Europäischen Arbeitsvermittlung:

“Es ist ohne Frage ausreichend Geld vorhanden. Dieses Geld muss aber auch genutzt werden. Das ist unsere vordringlichste Aufgabe.”

Und weiter:

“Wir müssen investieren, keine Frage. Aber wir müssen darauf achten, wohinein wir investieren. Deshalb müssen wir wissen, welche sind die Jobs der Zukunft und welche gehören der Vergangenheit an.”

Auch nach dem bereits dritten EU-Beschäftigungsgipfel bleibt die Jugendarbeitslosigkeit in der Euro-Zone ein umfassendes Problem:

3,3 Millionen Menschen unter 25 Jahren waren im August erwerbslos. Betroffen sind vor allem Länder wie Spanien, Griechenland, Italien und Kroatien.