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Ukraine-Krise: Lawrow setzt auf Gespräche

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Ukraine-Krise: Lawrow setzt auf Gespräche

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Rauchschwaden über Donezk: Auf dem Flughafen der Millionenstadt im Osten der Ukraine ist kein Ende der Gefechte in Sicht.

Andriy Lysenko, Sprecher des ukrainischen Sicherheits- und Verteidigungsrates, warf den Separatisten, die er als Terroristen bezeichnete, wiederholte Verstöße gegen die Waffenruhe vor.

“Die Terroristen stehlen alles, was ihnen in die Finger kommt: Kohle, Metall, Fahrzeuge. All das bringen Sie nach Russland. Die OSZE-Mitarbeiter beobachten das. Die Terroristen brechen die Waffenruhe. Ihr Hauptziel ist der Flughafen. In den vergangenen 24 Stunden gab es fünf Angriffe”, so Lysenko.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow sieht hingegen einen Silberstreif am Horizont. Bei einer Diplomatenkonferenz in Minsk äußerte er die Hoffnung, alle Konfliktparteien an einen Tisch zu bringen.

“Es zeichnen sich Gespräche zwischen Vertretern aus Kiew und aus den Volksrepubliken Lugansk und Donezk ab”, sagte Lawrow. “Das ist der erste Schritt. Die nächsten Schritte sollten umfassende politische Gespräche und eine Verfassungsreform sein. Alle Regionen und alle politischen Kräfte in der Ukraine sollten daran beteiligt werden”, so Lawrow weiter.

Anfang September war eine Waffenruhe vereinbart worden, seitdem wurden im Osten der Ukraine nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als 330 Menschen getötet.