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Anschläge verschärfen politische Krise im Jemen

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Anschläge verschärfen politische Krise im Jemen

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Zahlreiche Tote bei zwei Selbstmordanschlägen im Jemen. In der jemenitischen Hauptstadt Sanaa starben durch eine Bombenexplosion 47 Menschen. In Mukalla, im Südwesten des Landes, kamen bei einem zweiten Selbstmordangriff 20 Soldaten ums Leben. Bei beiden Anschlägen sollen insgesamt mehr als 150 Menschen verletzt worden sein. Zunächst hatte sich niemand zu den Taten bekannt. Die Behörden gehen allerdings davon aus, dass das sunnitische Terrornetzwerk Al-Kaida für beide Selbstmordattente verantwortlich ist.

Der Anschlag in Sanaa richtete sich gegen eine Demonstration von Unterstützern der schiitischen Huthi-Rebellen. Diese fordern mehr Rechte für die Schiiten im sunnitisch dominierten Jemen. Noch vor der Kundgebung hatte der designierte Ministerpräsident Ahmed Auad bin Mubarak seinen Rückzug bekannt gegeben. Er wollte damit die politisch angespannte Situation im Land entschärfen.