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Weltbank warnt: Ebola bedroht westafrikanische Wirtschaft

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Weltbank warnt: Ebola bedroht westafrikanische Wirtschaft

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Die weltweite Hilfe im Kampf gegen Ebola ist angerollt. Nach Ansicht der Staatschefs der drei am stärksten von der Ebola-Epidemie betroffenen westafrikanischen Länder wird allerdings noch zu wenig getan. Auf einem Krisentreffen in Washington warnte Weltbankchef Jim Yong Kim.

Könne die Ebola-Epidemie nicht schnell genug eingedämmt werden und würde sich sogar auf weitere Länder ausbreiten, sei ein großer finanzieller Schaden zu erwarten. Dieser belaufe sich nach Ansicht der Weltbank bis Ende 2015 auf umgerechnet rund 25,7 Millionen Euro. Das wäre eine Katastrophe für die Menschen in Westafrika, sagte Kim.

Liberia ist am schlimmsten von der Epidemie betroffen. Fast die Hälfte aller Ebola-Fälle wurden dort registriert. Auch in Europa gibt es neben Verdachtsfällen bestätigte Ebola-Erkrankungen. Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, forderte weitere Hilfen im Kampf gegen die Seuche.

“Wir sind bereit, mehr zu tun. Der IWF sagt das sehr selten, aber ein
Haushaltsdefizit ist gut, wenn es darum geht, die Menschen zu heilen
und Maßnahmen gegen die Krankheit zu unternehmen”, so Lagarde.

Guineas Präsident Alpha Condé, der ebenfalls in Washington anwesend war, sprach von einer internationalen Bedrohung durch Ebola und rief die Industriestaaten zu einem entschlossenen und besser koordinierten Handeln auf.

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