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Hongkong: Hunderte campieren auf den Straßen

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Hongkong: Hunderte campieren auf den Straßen

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Nach neuen prodemokratischen Demonstrationen in Hongkong haben wieder Hunderte auf den Straßen der asiatischen Finanz- und Wirtschaftsmetropole campiert. Viele Hauptverkehrsadern sind blockiert. Die Lage ist im Moment entspannt. Die Polizei hält sich zurück.

Lehrerin Kiki Choi (25) sagt: “Die Regierung will nicht mit uns sprechen. Die Tatsache, dass so viele Menschen hier sind, zeigt, dass WIR zumindest wirklich das Problem lösen wollen.” TV-Produzentin Hazel Chung (24) meint: “Ich glaube nicht, dass wir viel bewirken können, aber wir dürfen trotzdem nicht aufgeben. Zumindest noch eine Zeit lang müssen wir durchhalten.”

Die Proteste in der chinesischen Sonderverwaltungsregion dauern seit zwei Wochen an. Auslöser war der Beschluss des Volkskongresses in Peking, den Hongkongern 2017 zwar erstmals direkte Wahlen zu erlauben, aber zugleich eine freie Nominierung der Kandidaten zu verweigern.

Bei seinem Besuch in Deutschland zeigte sich Chinas Regierungschef Li Keqiang am Freitag überzeugt, dass die Hongkonger und ihre Regierung die Stabilität wahren könnten. Nach einer Begegnung mit Li in Berlin äußerte Kanzlerin Angela Merkel ihre Hoffnung, dass die Probleme friedlich gelöst werden.