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IS-Kämpfer intensivieren Angriffe auf Kobani

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IS-Kämpfer intensivieren Angriffe auf Kobani

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Sie liefern nun ihre eigenen Bilder: Kämpfer der Miliz “Islamischer Staat” greifen die syrische Grenzstadt Kobani von drei Seiten an. Obwohl nur mit leichten Waffen ausgerüstet, gelang es den kurdischen Milizen in der Nacht die Angreifer zum Teil zurückzudrängen. Dabei wurden nach Angaben eines kurdischen Aktivsten auch zwei Selbstmordanschläge vereitelt. Doch die Dschihadisten intensivieren ihre Angriffe weiter.

Die Türkei hat an ihrer Südgrenze Panzerverbände in Schuss- und Sichtweite von Kobani stationiert, greift aber bislang nicht ein. Sie hält auch nach wie vor kurdische Türken zurück, die kämpfen wollen. Ein Kurde sagt: “Es wird viel schlimmer, wenn die Türkei nicht eingreift. In jeder Ecke der Türkei wird es Krieg geben, Menschen werden sterben, Geschäfte und Autos in Brand gesetzt. Sie werden Soldaten und die Polizei angreifen. Es könnte ein großes Massaker geben.”

Wie am Freitag in Istanbul gingen die Menschen bereits in fast der Hälfte aller türkischer Provinzen auf die Straße, um gegen die Untätigkeit der Regierung zu protestieren. Dabei kam es immer wieder zu Zusammenstößen. Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Plastikgeschosse ein. Nach Angaben der Regierung kamen bereits 31 Menschen bei Ausschreitungen ums Leben.

Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan lässt sich davon nicht beeindrucken: “Die Türkei lässt ihre Innen- und Außenpolitik nicht von Terroristen und Herumtreibern bestimmen. Sie und ihre Anführer, sollten sich darüber im Klaren sein, dass die Türkei kein Land ist, das sich von Straßenprotesten einschüchtern lässt und die Richtung ändert.”

Auch in Deutschland gingen Tausende Kurden aus Solidarität auf die Straße. In Düsseldorf versammlten sie sich zu einer Kundgebung. Sie erwarten von der Bundesregierung ein stärkeres Einwirken auf die Türkei.