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Kaum Hoffnung auf Veränderung nach Wahlen in Bosnien-Herzegowina

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Kaum Hoffnung auf Veränderung nach Wahlen in Bosnien-Herzegowina

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Am Sonntag sind in Bosnien-Herzegowina rund 3,3 Millionen Menschen zu Parlaments- und Präsidentschaftswahlen aufgerufen. Die Auswahl der verschiedenen Kandidaten von moderat bis extremistisch ist groß; die Hoffnung der Menschen, dass sich mit den Wahlen etwas zum Besseren wenden wird, eher nicht. Stimmen aus Banja Luka, der serbisch dominierten Teilrepublik Srpska:

“Wenn das Kosovo Unanhängigkeit erreicht hat, warum wir nicht? Es würde uns dann viel besser ergehen”, sagt eine Passantin. Und ein Mann ergänzt: “Ich hoffe auf die Unabhängigkeit der Republika Srpska. Doch das politische System und andere Dinge machen sie unmöglich.”

Wenig Zuversicht auch in der zweiten Teilrepblik, der Förderation Bosnien und Herzegowina. In Sarajewo macht man sich eher um das weitere Zusammenleben Sorgen.

“Das Problem ist, dass wir immer kämpfen: die Bosniaken, Serben und Kroaten. Jeder will den anderen dominieren”, so ein Einwohner der Hauptstadt. “Dieses Land würde ohne die Teilrepubliken und Kantone besser funktionieren”, meint ein Frau aus Sarajewo.

euronews-Reporterin Andrea Hajagos: “Die Bosniaken, Serben und Kroaten sehen die Welt jeweils mit anderen Augen. Nur darin sind sie sich einig: ihr Land hat sich in den vergangenen Jahren nicht weiterentwickelt. Mein Eindruck ist, dass die Menschen kaum Hoffnung haben, dass sich nach der Wahl daran etwas ändert.”