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Bosnien-Herzegowina: Geringe Wahlbeteiligung erwartet

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Bosnien-Herzegowina: Geringe Wahlbeteiligung erwartet

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In Bosnien-Herzegowina haben am Morgen die Parlaments- und Präsidentenwahlen begonnen. 3,3 Millionen Bürger sind stimmberechtigt. Größere politische Verschiebungen sind nicht zu erwarten. Die muslimischen Bosniaken, die orthodoxen Serben und die katholischen Kroaten dürften wieder die Parteien ihrer nationalen Anführer wählen.
Analyst Jan Zlatan Kulenovic meint: “Jede Partei hat irgendwo in diesem Land die Macht. So sehen es zumindest die Bürger. Daher gibt es auch keine einheitliche Linie in der Regierungspolitik. Da kann man es den Menschen nicht übel nehmen, wenn sie sich nicht mehr auskennen und sich fragen, wer eigentlich in den vergangenen vier Jahren an der Macht war.”

Die Wahlbeteiligung dürfte Meinungsumfragen zufolge wegen der von der Politik enttäuschten Wähler gering ausfallen. Karlo Pelcl kommt gerade vom Wählen. Er sagt: “Nichts, absolut nichts erwarte ich von diesen Wahlen. Das Volk wird weiter betrogen. Ich habe gewählt, um meine Bürgerpflicht zu erfüllen.” Auch Dubravka Duranovic hat schon abgestimmt. Sie hofft auf Besserung: “Die Renten müssen erhöht werden, die Jugend braucht Arbeit, die Dinge müssen sich ändern.”

Bei diesen Wahlen werden in Bosnien-Herzegowina das dreiköpfige Staatspräsidium, die Präsidenten der beiden Landesteile, die Parlamente in den Landeshälften sowie die Parlamente in den elf weitgehend autonomen Landkreisen bestimmt.