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Einbahnstraße: Kein Zurück für Flüchtlinge aus Kobani

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Einbahnstraße: Kein Zurück für Flüchtlinge aus Kobani

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Die Situation für die Flüchtlinge aus Kobani ist schwer. Vor ihnen liegt nicht nur eine ungewisse Zukunft – viele haben auch Familienangehörige zurückgelassen. Ein Wiedersehen ist ungewiss, denn ein Zurück ist derzeit nicht möglich. Auch nicht für Celal Weli. Der Bauer aus Kobani klagt: “Das ist nicht richtig. Ich versuche meinen Kindern dieses Brot zu bringen. Sie sind da drüben. Aber es ist verboten, die Grenze zu überqueren.”

Die Türkei riegelt die Grenze in Richtung Syrien konsequent ab, um zu verhindern, dass türkische Kurden in den Kampf um Kobani eingreifen. Ausnahmen gibt es nicht. Die Kurdin Samiha kann ihrem Mann nicht zur Hilfe eilen: “Mein Mann ist alt und muss von seinem Sohn gestützt werden, um zu laufen. Ich habe ihnen gesagt, dass ich ihm helfen will, aber sie haben es verboten.”

Laut UN-Angaben befinden sich noch 500 bis 700 Zivilisten in Kobani, vor allem ältere Menschen. Die türkische Regierung ist sich hingegen sicher, dass sich dort nur noch kurdische “Militante” aufhalten.