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Geberkonferenz: Milliardenhilfe für Wiederaufbau des Gazastreifens

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Geberkonferenz: Milliardenhilfe für Wiederaufbau des Gazastreifens

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Die internationale Staatengemeinschaft stellt für den Wiederaufbau des Gazastreifens Hilfsgelder in Millardenhöhe zur Verfügung. Auf der Geberkonferenz in Kairo kündigte allein das Golf-Emirat Katar umgerechnet knapp 800 Millionen Euro an. Die USA wollen 170 Millionen Euro, die EU 450 Millionen Euro beisteuern. Insgesamt gibt es Zusagen von mehr als 1,6 Milliarden Euro.

Ehab Bsaiso, ein Sprecher der palästinensischen Regierung erklärte: “Wir erwarten stärkere internationale Bemühungen, nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch politische Unterstützung, um die Blockade des Gazastreifens und die Besetzung zu beenden.” Zumindest eine Lockerung der Blockade scheint unabdingbar, damit genügend Baumaterialien den Gaza-Streifen erreichen und ein Wiederaufbau nicht Jahrzehnte dauert.

Das Treffen wurde jedoch auch genutzt, um zu warnen, solche Konferenzen dürften nicht zum Ritual werden. Der britische Gesandte Desmond Swayne: “Die Hilfe sichert nicht die Zukunft Gazas – es muss eine politische Lösung her, eine politische Transformation. Wir kommen nicht in einigen Jahren zurück und bringen erneut Geld, um Gaza wiederaufzubauen, nachdem es wieder in Stücke geschlagen wurde.”

Für den Wiederaufbau des Gazastreifens werden nach palästinensischen Angaben umgerechnet 3,1 Milliarden Euro benötigt.

Euronews-Reporter Mohammed Shaikhibrahim:
“Internationale Anstrengungen werden auf dieser Konferenz deutlich, bei der es nicht nur darum geht Hilfsgelder bereitzustellen, sondern auch den Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern mit einer Zwei-Staaten-Lösung zu beenden.”