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IWF fürchtet weltweite Konjunkturbremse Ebola

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IWF fürchtet weltweite Konjunkturbremse Ebola

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Die globalen Krisen bedrohen die weltweite Konjunktur. Darin sind sich die Finanzminister und Notenbankchefs aus aller Welt einig. Vor allem der Ausbruch der Ebola-Epidemie werde sich negativ auswirken, erklärte der Lenkungsausschuss des Internationalen Währungsfonds (IWF).

IWF-Chefin Christine Lagarde sagte: “Lassen Sie mich zu Beginn auf etwas aufmerksam machen, was ich hier auf meiner Jacke trage. Der Sticker sagt: Ebola isolieren, nicht Länder. Wenn Geld benötigt wird, dann werden wir da sein. Wir werden, ohne Frage, Partner der betroffenen Länder sein.”

Um Ebola zu bekämpfen hatte der IWF vor zwei Wochen rund 100 Millionen Euro an Hilfsgeldern freigegeben. Dabei hatte Liberia den größten Anteil erhalten.

EU-Entwicklungskommisar Andris Piebalgs ist besorgt: “Die Herausforderung ist, dass alle Anstrengungen koordiniert werden müssen. Es mangelt nicht an Geld, sondern an einer guten Koordination der Hilfen vor Ort.”

Der IWF hatte vor der Tagung seine Prognose des globalen Wachstums für dieses Jahr auf 3,3 Prozent gesenkt.

euronews-Korrespondent Stefan Grobe aus Washington: “Der Kampf gegen Ebola ist ein Rennen gegen die Zeit. Ein Experte sagte uns, der Virus verbreitet sich schnell während die Welt sich in Bürokratie verstrickt. Das Risiko besteht darin, dass wir gegenüber dem steigenden Bedarf an Hilfen immer weiter zurückfallen.”