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Ungeklärte Ansteckung mit Ebola jetzt auch in den USA

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Ungeklärte Ansteckung mit Ebola jetzt auch in den USA

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Die USA haben einen zweiten Fall der Ebolaseuche: Jemand vom Personal hat sich in dem Krankenhaus in Dallas angesteckt, in dem der inzwischen verstorbene erste Patient lag. Näheres ist nicht bekannt.

Ebenso wenig ist klar, wie es zu dieser Ansteckung kam – immerhin, wie gerade erst in einem ähnlichen Fall in Spanien, in einer hochspezialisierten Abteilung mit Fachpersonal.

In den nächsten Tagen seien auch noch weitere Ebolafälle möglich, sagt der Leiter der amerikanischen Seuchenschutzbehörde. Andere Krankenhausmitarbeiter hätten womöglich den gleichen Verstoß gegen die Sicherheitsvorschriften begangen.

In dem Krankenhaus war am Mittwoch der erste Patient gestorben. Der Mann stammte aus dem westafrikanischen Liberia. Er hatte sich dort mit Ebola angesteckt,
zeigte aber erst in den USA Symptome.

In den USA gibt es außerdem jetzt noch einen Ebolaverdacht im Bundesstaat Massachusetts.

Der Patient war vor kurzem in Liberia und zeigt jetzt Krankheitsanzeichen, die auf Ebola hindeuten könnten. Er ist inzwischen in einem Krankenhaus in Boston. Ob er wirklich Ebola hat, ist noch nicht bekannt.

Weiterhin ungeklärt ist die Ansteckung einer Krankenschwester mit Ebola in einem spanischen Krankenhaus. Ihr Zustand ist weiterhin ernst. Menschen, mit denen sie Kontakt hatte, zeigen bisher keine Symptome.

Die Schutzmaßnahmen in den USA und auch in Deutschland seien so immens, dass
die Gefahr einer Ansteckung extrem gering sei, sagt der Hamburger Virologe Jonas Schmidt-Chanasit.

Ein Fehler könne aber immer passieren – nur müsste der eigentlich für den Pfleger oder Arzt sofort erkennbar sein. Derjenige komme dann direkt in Quarantäne, ohne
Risiko für andere.

“Was nicht passieren sollte, ist, dass unbemerkt solche Sachen passieren”, so
Schmidt-Chanasit, Leiter der Virusdiagnostik des Bernhard-Nocht-Instituts für Tropenmedizin.

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