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Briten wollen aus Eurostar aussteigen

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Briten wollen aus Eurostar aussteigen

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Großbritannien will seinen 40-Prozent-Anteil am
Ärmelkanal-Zug Eurostar abstoßen. Der Eurostar ist Teil eines Pakets von Staatseigentum im Wert von rund 26 Milliarden Euro, das die Regierung Cameron verkaufen möchte. Finanzminister George Osborne hofft, 380 Millionen Euro einzunehmen.

Bereits jetzt gehörten drei Viertel Prozent des britischen Bahnverkehrs ausländischen Gesellschaften, kritisieren Gewerkschafter.

Paul Deighton, britischer Finanzstaatssekretär:

“Das ist nur eine Geldanlage. Wenn wir die zu einem guten Preis in Bares umtauschen können, dann ist es wirtschaftlich sinnvoll, mit dem Geld das Defizit zu verringern. Und den Spielraum zu nutzen, um in unsere Infrastruktur zu investieren – sie brauchen die öffentliche Hand.”

Hintergrund ist die hohe britische Schuldenlast von gut 90 Prozent der Wirtschaftsleistung. In der EURO-Zone werden 60% des Bruttoinlandsprodukts angestrebt.

Der Eurostar gehört mehrheitlich der französischen Staatsbahn SNCF. Interesse an einem Einstieg vermuten Experten bei der Deutschen Bahn.

Der Schnellzug unter dem Ärmelkanal verbindet London mit Paris und Brüssel. In der ersten Jahreshälfte fuhren rund fünf Millionen Passagiere mit. Eurostar setzte im vergangenen Jahr 1,1 Milliarden Euro um und fuhr 69 Millionen Euro Gewinn ein.

su mit dpa