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Fiat-Chrysler an der Wall Street - und die Visionen des Sergio Marchionne

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Fiat-Chrysler an der Wall Street - und die Visionen des Sergio Marchionne

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Überraschend positiv ist der weltweit siebtgrößte Autokonzern Fiat Chrysler an der Wall Street aufgenommen worden – allen Unkenrufen zum Trotz . Der erste Kurs beim lag bei 9 Dollar. Nach wenigen Minuten waren es sogar 9,42 Dollar.

Die Papiere des alten Fiat-Konzerns waren am Freitag nach mehr als 100 Jahren zum letzten Mal in Mailand angeboten worden und hatten bis zum Handelsschluss um 2,12 Prozent nachgegeben.

Der Gang nach New York ist der Höhepunkt eines Jahrzehnts der Akquisitionen und Restrukturierungen von Vorstandschef Sergio Marchionne. Wenn es nach ihm geht, soll künftig mehr als die Hälfte der Aktien des fusionierten Konzerns in New York gehandelt werden. Schließlich mache man auch die Hälfte des Auto-Absatzes in den USA“.

Fiat hatte 2009 die Kontrolle über Chrysler übernommen, nachdem der US-Hersteller in der Weltwirtschaftskrise mit staatlichen Mitteln aufgefangen worden war. Das neue Unternehmen Fiat Chrysler Automobiles (FCA) ist nach niederländischem Recht organisiert, Sitz ist aus steuerlichen Gründen London. Das operative Geschäft wird von Turin und Detroit aus gesteuert.

Der Absatz soll in den nächsten Jahren auf sieben Millionen Wagen steigen, das wäre ein Zuwachs von 60 Prozent. Der Nettogewinn soll sich bis 2018 verfünffachen – auf dann 5,5 Milliarden Euro.

Genau dann will Sergio Marchionne (62) das Lenkrad loslassen. Der Italo-Kanadier hatte den Chefposten bei Fiat 2004 angetreten und den kurz vor der Pleite stehenden Autobauer wieder auf einigermaßen gesunde Beine gestellt. Dann gelang ihm die Integration des US-Autobauers Chrysler in den neuen Fiat-Chrysler-Konzern (FCA).

su mit dpa