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IS-Islamisten rechtfertigen Versklavung von gefangenen Frauen und Kindern

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IS-Islamisten rechtfertigen Versklavung von gefangenen Frauen und Kindern

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So sehen sich die islamistischen Aufständischen in Irak und Syrien: die Frömmsten
der Frommen, immer im Kampf gegen den Abfall vom rechten Glauben – und gegen Andersgläubige sowieso.

In ihrer Zeitschrift für die Außenwelt, “Dabiq”, eigens verfasst unter anderem auf Englisch, geht es jetzt um einen schönen alten Brauch, der leider eingeschlafen sei, ebenfalls aufgrund von Abweichungen vom rechten Weg.

Was die Islamisten damit meinen, ist die Versklavung gefangener Frauen und Kinder – praktiziert diesen Sommer, als sie im Irak das Siedlungsgebiet der Jesiden
überrannten, einer religiösen Minderheit.

Nach ihren Angaben wurden die gefangenem Frauen und Kinder anschließend unter den Kämpfern aufgeteilt. Viele hätten die Finsternis des Götzentums aufgegeben und seien bereitwillig zum Islam übergetreten.

Der Artikel liefert eine ausführliche theologische Behandlung dieses einfachen Umstands.

Er erweckt damit den Eindruck, als hätten sich die besten Köpfe der Islamisten tiefgehende Gedanken darüber gemacht. Auch Gelehrte der Vergangenheit werden
mit ihren Meinungen dazu angeführt.

Diese Versklavungen entsprächen der Scharia, dem islamischen Recht, warnen die Islamisten nach all dieser Forschungsarbeit; schon die Gefährten von Religionsgründer Mohammed hätten es so gemacht.

Wer sie in Zweifel ziehe, ziehe also auch den Koran und die Lehren Mohammeds in Zweifel.