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70-70-60: Die Antwort auf Ebola?

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70-70-60: Die Antwort auf Ebola?

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Während weltweit diskutiert wird, wie man die Ausbreitung des tödlichen Ebola-Virus in den Griff kriegen kann, hat sich in den USA eine zweite Pflegekraft infiziert. 75 Angestellte des Krankenhauses in Dallas stehen unter Beobachtung. Das teilten Zuständige auf einer Pressekonferenz mit.

Die WHO veröffentlichte neue Prognosen, nach denen die Zahl der Neuinfizierten in Westafrika jede Woche um bis zu 10 000 Fälle ansteigen könnte.

In den betroffenen Ländern Guinea, Liberia und Sierra Leone, so die WHO, gäbe es zwar nicht mehr Fälle, die Seuche breite sich jedoch in der Fläche weiter aus.

In der Nacht zum Mittwoch tagte der UN-Sicherheitsrat unter anderem zu dem Thema Ebola. WHO-Mitarbeiter waren der Diskussion per Videokonferenz zugeschaltet.

Bruce Aylward von der WHO erklärt: “Unsere Divise lautet 70-70-60. Das heißt, 70 Prozent der Bestattungen müssen steril stattfinden, 70 Prozent der Infizierten müssen sachgemäß behandelt werden, und das alles innerhalb von 60 Tagen, gerechnet ab dem 1. Oktober.”

In dem US-Bundesstaat Texas hat sich derweil eine zweite Pflegekraft mit dem Ebola-Virus infiziert. Die Person, sowie 75 weitere Angestellte des Presbyterian Hospital seien sofort isoliert worden. Wie ihre Kollegin zuvor hatte die Neuinfizierte den Ebolapatienten gepflegt, der aus Liberia eingereist war.

Viele Pflegekräfte des Presbytarian Hospital in Dallas haben sich an einer Social-Media-Kampagne beteiligt. Sie prangern fehlende Hygieneprotokolle an und fordern, die Schutzvorkehrungen in Krankenhäusern zu verbessern.

In Leipzig war am Montagabend ein sudanesicher UN-Mitarbeiter, der sich in Liberia infiziert hatte, dem Ebola-Virus erlegen.