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Das nördlichste Gitarrenmuseum der Welt


Kultur

Das nördlichste Gitarrenmuseum der Welt

Im schwedischen Umeå, unweit des Polarkreises, befindet sich das nördlichste und wahrscheinlich größte E-Gitarren-Museum der Welt. Die Sammlung der Zwillingsbrüder Samuel und Michael Ahden ist beachtlich mit über 500 Instrumenten, darunter Fender und Gibson Gitarren aus der goldenen Ära des Rock’n‘Roll.

Samuel Ahden: “Als wir die Les Paul Sunburst von 1960 kauften hatten wir bereits einen fetten Kredit am Hals. Mehr Geld wollte man uns nicht leihen. Also verkauften wir unsere gesamte Sammlung für eine einzige Gitarre. Und fingen wiede von vorn an.”

Samuel und Michael Ahden waren schon als Teenager Gitarrenfans. Späters spielten sie selber in Rockbands und betrieben ein Musikgeschäft. Nebenbei sammelten die beiden Gitarren wie andere Briefmarken. Den Grundstock bildeten die Instrumente, die sie Mitte der 70er einem schwedischen Importeur abkauften.

Samuel Ahden: “Wir fuhren mit dem Ford unseres Vaters hin, suchten uns 43 Gitarren aus und nahmen sie mit. Einfach so per Handschlag, ohne zu bezahlen, ohne Vertrag. Zu Hause verkauften wir 36 Gitarren, bezahlten den Mann und behielten die sieben wertvollsten für uns. Das reichte für 20 Jahre.”

Gitarren, Verstärker und anderes musikalisches Zubehör kamen so zusammen und sind seit Anfang des Jahres in Gitarrenmuseum von Umeå zu sehen. Die Stadt ist bekannt für ihre Musikszene und ist in diesem Jahr eine der beiden europäischen Kulturhauptstädte.

Michael Ahden: “Umeå liegt ziemlich nördlich. Deswegen kommen nicht so viele berühmte Musiker in die Stadt. Aber vielleicht können wir Eric Clapton überzeugen, bei uns aufzutreten.”

Die Sammlung sei nahezu perfekt, sagen die Brüder. Nur eine Gibson Explorer von 1958 wünschen sie sich noch. Davon gibt es weltweit nur 22 Exemplare. Das Museum freut auch so über regen Besuch.

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