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Krise? Welche Krise? Die Welt wird immer reicher

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Krise? Welche Krise? Die Welt wird immer reicher

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Haben Sie 44.180 Euro aus der Hohen Kante? Nein? Dann hat irgendein anderer Weltbürger den Differenzbetrag auf seinem Konto, im Wertpapierdepot oder im Grundbuch. Denn 44.180 Euro hat jeder Erwachsene im Schnitt auf der Seite, so der Globale Reichtumsbericht 2014 der Schweizer Großbank Credit Suisse – der höchste Wert aller Zeiten.

Der Anstieg um 2.706 Euro im Vergleich zum Vorjahr sei zudem das höchste Plus seit der Finanzkrise.

Je rund ein Drittel des Weltvermögens liegen in Nordamerika und Europa – wobei allerdings der erwachsene Amerikaner mehr als doppelt so viel besitzt wie sein europäischer Konterpart (267,040 zu 114,537 Euro). Gut ein Viertel des Weltvermögens liegt in der Region Asien-Pazifik und China.

Insgesamt wuchs das Vermögen zwischen Mitte 2013 und Mitte 2014 danach um 8,3 Prozent auf 208 Billionen Euro. Die Schweizer blieben mit 455.868 Euro pro Erwachsenem weltweit Spitzenreiter, gefolgt von Australien und Norwegen. Deutschland schaffte es hier nicht unter die Top Ten.

Die ärmsten Menschen leben in Indien und Afrika, mit weniger als 5.000 Euro im Schnitt.

Besondere Aufmerksamkeit widmen die Autoren dieses Jahr der Verteilung – und hier öffnete sich die Schere weiter: Zusammengenommen besitzt die untere Hälfte der Weltbevölkerung besitzen weniger als 1 Prozent des gesamten Reichtums.
Das reichste Prozent nennt 48,2 Prozent der globalen Vermögenswerte sein eigen.

Zu den Ländern mit der schärfsten Ungleichverteilung (die reichsten 10% besitzen mehr als 70%) zählt der Bericht Hongkong, die Schweiz und die Vereinigten Staaten, Russland Indien und die Türkei. Deutschland und Österreich landen (mit China, Mexiko, Schweden und Saudi Arabien) in der Gruppe “starke Ungleichheit” (die reichsten 10% besitzen mehr als 60%).

In den kommenden Jahren soll der Reichtum weiter steigen und zwar schneller als gehabt. Laut Studie soll die Welt in den nächsten fünf Jahren um 40 Prozent reicher werden. Dann soll es auch 53 Millionen Millionäre geben, die Hälfte mehr als heute.

su mit dpa