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Politische Reaktionen auf Fahnen-Skandal in Belgrad

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Politische Reaktionen auf Fahnen-Skandal in Belgrad

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Der Skandal um den Abbruch des EM-Qualifikationsspiels zwischen den Erzrivalen Serbien und Albanien hat heftige politische Reaktionen hervorgerufen.

Ein serbischer Nationalpieler hatte im Partizan-Stadion von Belgrad die an einer Drohne befestigte Fahne Großalbaniens heruntergerissen.

Das Fluggerät wurde angeblich vom Bruder des albanischen Regierungschefs Edi Rama in der Arena ferngesteuert.

Der serbische Ministerpräsident Aleksandar Vucic sagte_

“Der Vorfall bedeutet eine dreifache politische Provokation.
Erst einmal ist das ein Versuch der Erniedrigung der Serben. Zweitens wird die langfristige und dauerhafte Stabilität auf dem westlichen Balkan gefährdet. Drittens ist der Zwischenfall ein Problem im politischen Tagesgeschäft.”

Führende albanische Politiker begrüßten die Nationalelf bei ihrer Rückkehr in die Hauptstadt Tirana. In der Bevolkerung wurden die Fußballer als “Helden” gefeiert. Auch die Regierung stehe hinter ihnen, so die albanische Sportministerin Lindita Nikolla:

“Wir haben unsere Kultur zum Ausdruck gebracht. Das ist charakteristisch für Albaner und ein wichtiger Faktor für Frieden und Verständnis. Als Bürgerin und Sportministerin möchte ich meine Dankbarkeit gegenüber den Spielern ausdrücken. Sie haben Charakter und Werte bewiesen.”

Auf Social-Media-Seiten albanischer Regierungspolitiker vermischten sich positive und negative Kommentare über den Fahnen-Skandal von Belgrad.

Als Nachspiel droht jedenfalls eine weitere Verschlechterung der ohnehin angespannten Beziehungen der Nachbarländer.