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Mexiko: Wütende Studenten randalieren vor Regierungsgebäude

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Mexiko: Wütende Studenten randalieren vor Regierungsgebäude

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In Mexiko-Stadt haben aufgebrachte Studenten vor der Generalstaatsanwaltschaft des Bundes randaliert. Sie bewarfen das Gebäude mit Steinen und Molotow-Cocktails. Mehrere tausend Studenten hatten zuvor wegen des Verschwindens von 43 Lehramtsstudenten im Bundesstaat Guerrero protestiert und die Avenida Reforma, eine der wichtigsten Verkehrsadern der mexikanischen Bundeshauptstadt, blockiert.

“Wir wollen wissen, wo unsere Kommilitonen sind. Wir wollen sie lebend zurück. Als Student lebt man heute gefährlich in Mexiko, denn die Regierung hat Angst vor den Studenten”, meint der Geschichtsstudent Eduardo Amado Herrera.

Über zwei Wochen nach ihrem Verschwinden fehlt von den 43 Lehramtsstudenten jede Spur. Die jungen Leute waren am 26. September von der Stadtpolizei von Iguala festgenommen worden. Mitglieder einer lokalen Verbrecherbande hatten 17 der vermissten Studenten getötet zu haben. Der Sicherheitschef von Iguala, so sagten sie aus, habe die Studenten an den Tatort bringen lassen. Die Bundesbörden haben inzwischen die Ermittlungen an sich gezogen.