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"Milky" - Ein Puddingprotest mit Folgen

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"Milky" - Ein Puddingprotest mit Folgen

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Cremiger Schokoladenpudding mit Sahnehaube, das ist “Milky”, eine beliebte Nachspeise vieler Israelis. Doch “Milky” ist auch der Name eines Protests, der bei Facebook seinen Ursprung hat. Junge Israelis aus Tel Aviv werden dazu aufgerufen, nach Berlin zu ziehen, wo Lebenshaltungskosten niedriger sind, und “Milky” nur die Hälfte kostet.

“Zuerst dachte ich, es sei ein Witz. Ich dachte, dass jemand vielleicht ein wirtschaftliches Interesse daran hat, so viele Menschen wie möglich hierher zu bringen, oder aus welchen Gründen auch immer. Aber dann habe ich gelesen, dass die Seite mittlerweile viele “Likes” hat und es Listen von Menschen gibt, die bereit sind, umzuziehen”, sagt Eran Levy, ein Israeli, der in Berlin lebt.

Von den sozialen Medien auf die Straße: Bei Protesten am Dienstag in Tel Aviv versammelten sich Leute, für die tatsächlich in Betracht kommt, in die deutsche Hauptstadt zu ziehen, um den hohen Kosten in Tel Aviv zu entkommen.

“In Berlin zu leben bedeutet, viel Geld zu sparen. Das ist schwer hier in Israel, sehr schwer sogar. Wenn ich darüber nachdenke, habe ich schon Lust aus diesem Land auszuwandern”, so Daniel Hershkovitz in Israel.

Gegner des Aufrufs erinnern die junge Generation an die belastete Geschichte zwischen Deutschland und Israel. Vor weniger als 70 Jahren sind im Holocaust sechs Millionen Juden umgekommen.