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Pentagon: "Kobani könnte fallen"

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Pentagon: "Kobani könnte fallen"

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Trotz verstärkter Luftschläge der Militärallianz gegen die IS-Milizen in den vergangenen Tagen könnte der Kampf um die syrisch-kurdische Grenzstadt Kobani verloren sein. Das befürchtet das Pentagon.

Es ist das erste Mal seit Beginn der Offensive gegen die Dschihadistengruppe im Irak und Syrien, dass eine mögliche Niederlage ausgesprochen wurde.

Pentagon-Sprecher Admiral John Kirby sagte am Donnerstag: “Wir sollten uns alle darauf vorbereiten, dass Kobani fallen könnte. Auch sollten wir die Möglichkeit in Betracht ziehen, dass andere Dörfer und Städte in die Hände von ISIL fallen. Es könnte eine Weile dauern bis wir sie zurückdrängen können.”

Laut Kirby habe man nun auch einen Namen für die Operation gegen die IS-Kämpfer gefunden: “inherent resolve”. Übersetzt heißt das so viel wie “natürliche Entschlossenheit”.

Im Nordirak sind in den letzten Tagen über 6.000 Flüchtlinge aus Kobani im Flüchtlingslager Galiwan angekommen. Agenturen zufolge, suchten die Flüchtlinge erst in der Türkei Zuflucht, sie seien dort aber von den Zuständigen abgewiesen worden.

Dieses Mädchen erzählt von ihrer Flucht aus Syrien: “Wir sind hier her gelaufen. Auf dem Weg sind wir vielen Schwierigkeiten begegnet. Drei Tage. Alles zu Fuß. Ich schwöre zu Gott, es war nicht unsere Entscheidung zu flüchten.”

Die Anzahl der Menschen in dem nahe der Stadt Dohuk gelegenen Flüchtlingslager Galiwan, hat sich in den vergangenen Tagen auf 10.000 verdoppelt. In den kommenden Tagen könnten bis zu 50.000 weitere Syrer dort Sicherheit suchen, so Angaben der Vereinten Nationen.