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Boko Haram will angeblich 200 Schulmädchen freilassen

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Boko Haram will angeblich 200 Schulmädchen freilassen

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Sechs Monate nach der Entführung von mehr als 200 Schulmädchen durch die islamistischen Boko-Haram-Rebellen in Nigeria will die Regierung einen Durchbruch erreicht haben. Wie Armeechef Alex Badeh mitteilte, hätten sich die Rebellen mit der Regierung auf einen Waffenstillstand und die Freilassung der Mädchen geeinigt.

Einzelne Beobachter zweifeln daran, dass sich alle Teile der Organisation an die Vereinbarung halten werden. Verhandlungen mit Boko-Haram seien in der Vergangenheit immer fruchtlos geblieben. Innerhalb der Boko-Haram-Gruppe gibt es mehrere Fraktionen. Ihrem gemeinsamen Kampf für ein Kalifat im Norden Nigerias sind in den vergangenen Jahren tausende Menschen zum Opfer gefallen.

Eine Quelle innerhalb der nigerianischen Sicherheitskräfte äußerte sich aber zuversichtlich. Eigenen Angaben zufolge hatte die Regierung mit einem Mann verhandelt, der sich als Sekretär von Boko-Haram bezeichnet.

Mitglieder der Gruppe hatten die Mädchen im April aus einer Schule nahe der Grenze zu Kamerun verschleppt. Seither fehlt von ihnen fast jede Spur. Einige wenige, die entkommen konnten, berichteten von Zwangsverheiratungen. Boko-Haram-Anführer Abubakar Shekau hatte angekündigt, die übrigen Mädchen würden verkauft.