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Ebola in den USA: Kritik am Krisenmanagement und geschlossene Schulen

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Ebola in den USA: Kritik am Krisenmanagement und geschlossene Schulen

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Zwei Krankenschwestern haben sich in den USA mit Ebola infiziert und der Druck auf die US-Gesundheitsbehörden und Präsident Barack Obama wächst. Das Krisenmanagement steht in der Kritik. So war die zweite infizierte Pflegekraft kurz vor Ausbruch der Krankheit noch mit einem Passagierflugzeug von Cleveland nach Ohio gereist. Sie hatte bereits eine erhöhte Temperatur. Nun werden alle Mitpassagiere ihres Hin- und Rückflugs gesucht. Sie sollen untersucht und gegebenenfalls beobachtet werden.

In Texas und Ohio fiel unterdessen an einigen Schulen der Unterricht aus – vorsorglich, falls es eine Verbindung zu einem Mitreisenden geben sollte. Die Eltern sind besorgt: John Farwells Sohn geht in eine der betroffenen Schulen. Er sagt: “Meine größte Angst ist, nicht genau informiert zu sein. Ich wünschte, jeder hätte alle Informationen, so dass man auf dieser Grundlage Enscheidungen für die Familie treffen kann.”

Einreiseverbote für Menschen aus den Ebola-Krisenländern in Westafrika lehnt Obama noch ab. Sie würden durch falsche Angaben unterlaufen. Der US-Präsident will die Seuche an den Wurzeln bekämpfen. Schon jetzt haben die USA neben Ärzten und Sanitätern auch 540 Soldaten nach Westfrika entsandt. Insgesamt sollen es mindestens 4.000 werden, die die Länder im Kampf gegen Ebola logistisch unterstützen, medizinisches Personal schulen oder medizinische Einrichtungen bauen.

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